Ilversgehofen heute

Ein prosperierender Stadtteil Erfurts

Ilversgehofen hat sich in den letzten Jahren zu einem bunten, lebens- und liebenswerten Stadtteil entwickelt. Es lässt sich hier gut und gern leben. Seit 2006 steigen die Einwohnerzahlen stetig an und heute zählt Ilversgehofen wieder mehr als 12.000 Einwohner.

Dass Wohnen hier wieder attraktiv ist, zeigen die Sanierungen vieler Gründerzeitbauten, z.B. des Jacobsenviertels und des Tiergartenviertels. Viele Wohnhäuser im Stadtgebiet wurden inzwischen instandgesetzt, Fassaden und Innenhöfe gestaltet. Der Leerstand an Wohnungen hat sich in den letzten Jahren deutlich verringert.

Durch den Einfamilienhausneubau am Standort der ehemaligen Kupferhammermühle gegenüber der Martinikirche konnte eine Brachfläche im Gebiet beseitigt werden. Das jüngste Bauprojekt – mehrgeschossiger Wohnungsbau mit Handelseinrichtungen und einem Café im Erdgeschoss – wird gegenwärtig auf der ehemaligen Unionskinofläche entstehen und zu einer weiteren deutlichen Aufwertung des Ilversgehofener Platzes beitragen.

Wohngebiet an der Martinikirche

Wohngebiet an der Martinikirche, Foto: R. Falk (2017)

Trotz der erfreulichen Entwicklung sind heute immer noch Leerstände, insbesondere in der Feldstraße, sowie Baulücken und Brachflächen im Stadtteil zu verzeichnen. Positiv ist, dass für alle großen Brachflächen im Gebiet Bebauungspläne und Gestaltungsentwürfe existieren. Danach können in den nächsten 15 Jahren auf den Brachflächen an der Mittelhäuser Straße/ Salinenstraße, zwischen Martinikirche und der Heiligen Mühle und am Salpeterberg/ Hans-Sailer-Straße neue Wohnsiedlungen mit viel Grün entstehen.

Ilversgehofen blieb auch nach der Wende einer der industriellen Standorte Erfurts und wird heute durch Betriebe des produzierenden Gewerbes und durch viele kleine und mittlere Betriebe des Dienstleistungsbereichs genutzt. Größter ansässiger Betrieb ist die Schuler AG, die aus dem Kombinat Umformtechnik hervorging. Weiterhin befinden sich ein Werk von Siemens zur Generatorenproduktion und die Erfurter Malzwerke im Industriegebiet.

Ilversgehofen auf dem Weg zu einem Kreativ- und Kulturquartier

Seit 2007 entwickelte sich in Ilversgehofen eine Kultur- und Kreativszene, welche sich insbesondere im Gebiet zwischen Ilversgehofener Platz und Nordbahnhof ansiedelte. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass im Erfurter Norden zunehmend ein Kulturquartier entsteht, das für junge und ältere Menschen gleichermaßen attraktiv ist.

Dazu gehören die Musicbar "Ilvers", die "Music art school", das "Klanggerüst" und der Infoladen "Veto" in der Magdeburger Allee, "Frau Korte" im Nordbahnhof, "mp Piano" am Ilversgehofener Platz, "Saline 34" in der Salinenstraße und das "Wir-Labor" in der Vollbrachtstraße.

'Frau Korte' im Nordbahnhof

"Frau Korte" im Nordbahnhof, Foto: R. Falk (2019)

Weitere kulturelle Einrichtungen und Vereine existieren schon länger im Stadtteil, wie z.B. die Heiligen Mühle in der Mittelhäuser Straße sowie das Autonome Jugendzentrum (AJZ) und der in Erfurt einzigartige Kreativ- und Abenteuerspielplatz (KASpEr) in der Vollbrachtstraße.

Seit einigen Jahren präsentiert sich auch die Lutherkirche immer stärker als Veranstaltungsort und "kultureller Leuchtturm" in der Magdeburger Allee.

Für kreative Kultur- und Sporteinrichtungen bietet das Industriegebiet nördlich der Hohenwindenstraße mit seinen Industriebrachen und Industriedenkmälern noch viel Raum.
So wurden in ehemaligen Industriehallen eine Höhenkletterwand sowie eine Kart-Bahn an der Mittelhäuser Straße und ein Trampolinpark an der Lache eröffnet.
Nach der Sanierung des alten Großhandelskontor in der Hugo-John-Straße können Kreative aus Kunst, Wirtschaft und Kultur sowie Startup-Unternehmen Räume als Werkstätten und Büros mieten.
Auch das ehemalige Heizwerk in der Hohenwindenstraße kann ab 2019 für Werkstätten und Ateliers genutzt werden. Im Vordergebäude ist noch viel Platz für kulturelles Engagement.

Die Bürger Ilversgehofens - das eigentliche Potenzial des Stadtteils

Die Einwohnerzahl und das Durchschnittsalter haben sich in Ilversgehofen in den vergangenen Jahren so positiv entwickelt wie kaum in einem anderen Stadtteil von Erfurt.

Besonders junge Familien, Studenten und Migranten ziehen hierher und wohnen friedlich zusammen mit den eher bodenständigen Alt-Ilversgehofenern. Sie finden hier eine Heimat und bringen immer wieder neue Impulse in die Entwicklung des Stadtteils ein.

Vollbrachtstraßenfest

Vollbrachtstraßenfest, Foto: R. Falk (2015)

Die Menschen, die hier leben und arbeiten, sind es, die das eigentliche Potenzial des heutigen Stadtteils ausmachen. Sie machen ihn bunt, vielfältig und liebenswert.

Kontakt

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Postanschrift:

Magdeburger Allee 114-116, 99086 Erfurt

E-Mail:
buergerbeirat-ilversgehofen@web.de

Sprechzeiten des Bürgerbeirates

nach Terminvereinbarung

Öffentliche Beratung des Bürgerbeirates

jeden 2. Dienstag im Monat, ab 18:00 Uhr
im SozialSalon, Magdeburger Allee 165