Ilversgehofen

Ilversgehofen ist heute ein Stadtteil der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt, nördlich der Innenstadt an der Magdeburger Allee gelegen. Er reicht von den Gründerzeitvorstädten Erfurts im Süden (Johannes- und Andreasvorstadt) bis zu den Plattenbaugebieten im Norden (Rieth, Am Roten Berg) sowie von der Gera im Westen bis hin zur Bahnlinie Erfurt-Sömmerda im Osten. Nördlich der Bahnverbindung Erfurt-Mühlhausen befinden sich großflächige Industrie- und Gewerbestandorte.
Der Ilversgehofener Platz ist das Herz des Stadtteils. Zusammen mit der Magdeburger Allee, dem Dorfkern im südwestlichen Bereich und den weithin sichtbaren Malzwerken bildet er die "gefühlte Mitte" von Ilversgehofen.

Lageplan Ilvergehofens
Urheber: Michael Sander / OpenStreetMaps

Das ehemals vor der Stadt gelegene Dorf Ilversgehofen wurde ab dem späten 19. Jahrhundert industrialisiert und entwickelte sich zu einem Arbeiterort. Bei der Eingemeindung nach Erfurt im Jahre 1911 hatte Ilversgehofen etwa 13.000 Einwohnern. Seit dem späten 20. Jahrhundert befindet sich Ilversgehofen im Umbruch durch den Wegfall industrieller Arbeitsplätze und ist durch einen starken Strukturwandel gekennzeichnet.

Heute leben in Ilversgehofen über 12.050 Menschen (31. Dezember 2016) auf einer Fläche von 2,74 km². Die Einwohnerzahl Ilversgehofens ging nach der Wiedervereinigung nur leicht zurück, da hier bereits vorher einige Häuser auf Grund der schlechten Bausubstanz nicht mehr bewohnt wurden. Die Sanierungsmaßnahmen im Stadtteil begannen nach 1990 und haben inzwischen einen hohen Flächendeckungsgrad erreicht.

Quelle: Wikipedia